Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Philipp
September 4, 2013
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Die Befreiungskriege erreichten Ihren Höhepunkt und Napoleons Armee wurde eine schwere Niederlage herbeigeführt. Im Oktober des Jahres 1813 trafen die Großmächte Russland, Preußen, Österreich und Schweden auf die napoleonische Armee. An dieser, bis dahin größten Massenschlacht in Leipzig, nahmen fast eine halbe Million Soldaten aus ganz Europa teil. Im verlauf der Schlacht starben mehr als 120.000 Menschen und diesen sollte ein Denkmal gesetzt werden. Ein weiterer Grund für die Errichtung war natürlich die Befreiung von der französischen Besatzungsmacht. Auch der Wunsch nach einem Deutschen Nationalstaat spielte bei den Überlegungen zum Denkmalbau eine nicht unwesentliche Rolle.
Ein Leipziger Architekt, Clemens Thieme, übernahm die Initiative und gründete den Verein „Deutschen Patriotenbund“ im Jahre 1894. Der Verein erreichte um 1908 eine Mitgliederzahl von 90.000 Menschen.
Im Jahr 1898 begannen die Bauarbeiten welche 1913, also genau 100 Jahre nach der Völkerschlacht, ihr ende fanden. Die Bauweise und die gigantisch anmutende Form des Bauwerkes entsprechen dem Zeitgeist und sollten die nationale Größe, Ehre und Verteidigungskraft symbolisieren. Mit 300.000 Tonnen Gesamtgewicht und die Kosten von Sieben Millionen Reichsmark ist dieser Gigant das mächtigste intakte Bauwerk in und um Leipzig.
Wer die 500 Stufen von der Wasserfläche bis zur obersten Aussichtsplattform geschafft hat erblickt ein herzliches Panorama über Leipzig und sein Umland. Das mittlerweile zum Wahrzeichen gewordene Denkmal ist Anziehungspunkt für jeden Leipzig Besucher und gleichzeitig gern genutzter Veranstaltungsort. Trotz der stattfindenden Sanierungsarbeiten bleibt der Koloss begehbar und enthüllt zudem seine einstige Pracht immer mehr.